Lifelong Learning in Finnland

Vor etwa einem Jahr hatte ich die großartige Gelegenheit im Rahmen des Studiengangs Bildungs- und Kompetenzmanagement einen Field-Trip nach Helsinki zu unternehmen. Dies barg für mich die große Chance, von ausgewiesenen Experten und Expertinnen des Palmenia Centre for Continuing Education zu lernen und Erfahrungen auf dem Gebiet der Erwachsenenbildung im Allgemeinen und auf dem Gebiet der Einführung und Umsetzung der Bologna-Reformen im Speziellen auszutauschen.

Portal des Dom von Helsinki

Da das finnische Bildungssystem unbestritten vorbildlich für andere europäischen Nationen ist, habe ich das Thema Durchlässigkeit und Lebenslanges Lernen im finnischen Bildungssystems bearbeitet. Die Ergebnisse des Fieldtrip habe ich als Projektarbeit an der Deutschen Universität für Weiterbildung als Projektarbeit eingereicht. Sie steht hier allen geneigten LeserInnen zum Download zur Verfügung:

Touati, Jasmin: Durchlässigkeit und Lebenslanges Lernen im finnischen Bildungssystem, Ergebnisse und Konsequenzen des Praxisdialogs in Helsinki vom 09. bis 13. Mai 2011, DUW-Projektarbeit.

Intrinsische Motivation

IM – Damit wird in der Psychologie die Motivation beschrieben, die einen antreibt etwas um seiner selbst Willen zu tun. Zum Beispiel etwas zu lernen, weil es Spass macht oder weil man neugierig ist. Die Informationstechnologie ist für die Lernpsychologie besonders interessant, denn sie verfügt über grosse Potentiale “für die Kreation reichhaltiger, realitätsnaher, multiperspektivischer Lernumgebungen zur Stimulation intrinsisch motivierten Lernens” (Issing/Klimsa 2010, S. 32).

In einem ganz anderen Zusammenhang bin ich auf ein Video gestossen, das gleich auf doppelte Weise veranschaulicht, wie Eigenmotivation wirken kann. Hier sieht man, wie ein hoch angesehener Wissenschaftler geradezu enthusiastisch über einen noch “grösseren” Wissenschaftler berichtet, der die Welt verändert hat – beide offensichtlich bis in die Haarspitzen intrinsisch motiviert: Niel deGrasse Tyson über Isaac Newton:

YouTube Preview Image

Quelle: http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=danYFxGnFxQ

Übrigens: Wer ein ähnliches Beispiel mit weiblichen Protagonistinnen zur Hand hat: Bitte melden!
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Issing, Ludwig/Klimsa, Paul (Hg.): Online-Lernen: Planung, Realisation, Anwendung und Evaluation von Lehr- und Lernprozessen online, Oldenburg 2010.

Lernen aus Fehlern

Schon der Volksmund – in diesem Fall meine Großmutter – wusste: “Aus Schaden wird man klug”. Im formalen Bildungswesen wird das Fehlermachen dann auch folgerichtig bestraft. Aber ist das wirklich der richtige Weg? Sollten nicht vielmehr Lernräume geschaffen werden, in denen man ungestraft aus Fehlern lernen kann?

Fehler als Lernanlässe zu verstehen fordern Wissenschaftler/innen schon länger und schlagen vor, Kompetenzentwicklung mittels innovativer Lernkulturen und “Ermöglichungsdidaktik” zu fördern (z.B.  Dehnbostel 2001 und Leuschner/Reutner 1999).

Und nun gesellen sich neuere Erkenntnisse aus der Hirnforschnung dazu. Arvid Leyh übersetzt diese Erkenntnisse in “verständliche Sprache, praktischen Alltag und guten
Humor”. Das kann ich bestätigen! Hören Sie sich seinen Podcast an:


MP3 File Dauer: 20:39

Quelle: http://www.scilogs.de/blogs/blog/braincast/2012-03-10/fehler-1